Zwei Siege im Pokalturnier - Erste erreicht durch Erfolge gegen Haunstetten und Unterhaching die nächste Runde

Written by Giannino Domenico
on 10 September 2017
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Die Friedberger Handballer haben im bayrischen Pokal die dritte Runde erreicht. Beim Turnier in Kissing setzten sie sich am Sonntag sowohl gegen Haunstetten als auch im Finale gegen Unterhaching durch.

 

Der neue Modus im Pokal bringt den Handballfans stets mehrere Partien auf einmal. Denn damit treffen sich jeweils vier Teams, die in zwei Halbfinals und einem Finale denjenigen ausspielen, der die nächste Runde erreicht. Am Sonntag traf darum in der Kissinger Paartalhalle der TSV auf Haunstetten, im zweiten Spiel musste der Gastgeber gegen Unterhaching bestehen.

Das reizvolle Derby zwischen den Herzogstädtern und den Augsburgern bildete die erste Paarung des Tages. Friedberg erwischte den klar besseren Start und war nach zehn Minuten dank seiner starken Abwehr mit 6:2 vorne. Bis zum 10:4 dominierte der TSV die Angelegenheit, ehe ein vergebener Wurf frei vom Kreis und eine unnötige Zeitstrafe im direkten Gegenzug Haunstetten Morgenluft verschafften. In der Folge kamen die Augsburger bis auf drei Treffer heran, Friedberg ließ danach etwas die frühere Souveränität vermissen und erlaubte sich im Angriff einige Ungenauigkeiten. Trotz des stark aufspielenden Kreisläufers Paul Thiel, den der Konkurrent nie in den Griff bekam, war die Partie jetzt enger, Friedberg konnte seine Überlegenheit im ersten Durchgang nur in einen 16:13 – Pausenvorsprung ummünzen.

In den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff verlor das Spiel etwas an Niveau, da beide Abwehrreihen plötzlich keinen Zugriff mehr hatten und fast jeder Angriff zum Erfolg führte. Friedberg musste sich beim Zwischenstand von 21:19 Sorgen machen, auch weil Andreas Dittiger nach einer Unbeherrschtheit seine dritte Zeitstrafe kassierte. Erst nach dem 23:20 eine gute Viertelstunde vor dem Ende stabilisierte sich der TSV.

Fabian Abstreiter spielte jetzt groß auf und machte Tor um Tor. Die Haunstetter Defensive konnte den Friedberger Halblinken nicht mehr stoppen, so stand es wenige Minuten später 27:21. Dies war die Vorentscheidung, die Augsburger kamen kurz vor Schluss nur noch auf 29:26 heran, konnten aber den Friedberger Sieg nicht mehr verhindern. Nach 60 Minuten stand ein 31:27 (16:13) auf der Anzeigentafel.

Friedberg startete richtig stark in das Pokalspiel, nahm sich dann aber nach einer guten Viertelstunde selbst etwas den Wind aus den Segeln. Danach wackelte der TSV etwas, die Sicherheit gegen einen nie aufsteckenden Gegner war weg. Erst eine Steigerung in der Defensive und die individuelle Klasse von Abstreiter münzten einen knappen Vorsprung in einen letztlich doch souveränen Triumph um.

In der zweiten Partie traf der Bezirksoberligist aus Kissing auf Unterhaching. Die Münchner hatten aber die meisten Stammspieler zu Hause gelassen und gaben vielen jungen Akteuren eine Chance. Die Partie sah zwei Teams, die sich nichts schenkten und viel probierten, dabei aber auch viele Fehler produzierten. Lange hatte Kissing leichte Vorteile. Vielleicht war bei den vielen vergebenen Großchancen beim SC auch etwas Angst vor der eigenen Courage dabei, aber so drehte Unterhaching die Partie und ging mit einer 20:19 Führung in die letzten Sekunden. Ein etwas glücklicher Strafwurf brachte den Gastgebern dann doch noch den Ausgleich, somit musste ein Siebenmeter – Werfen über den Friedberger Finalgegner entscheiden.

Dabei setzte sich Unterhaching durch, obwohl der Bayernligist das Kunststück fertig brachte, seine ersten drei Versuche zu vergeben. Kissing hatte mit dem letzten Siebenmeter die Chance auf den Sieg, scheiterte aber dabei und auch mit dem nächsten Versuch am Hachinger Keeper. Jetzt waren die Münchner am Zug, die Partie für sich zu entscheiden, und sie behielten die Nerven. Nach dem 23:22 im Shootout wartete also der TSV Friedberg auf die junge Mannschaft der Oberbayern.

Hier setzte sich der TSV mehr als deutlich durch. Den Hachingern fehlte in dieser Besetzung einfach die Qualität, um den TSV ernsthaft zu fordern. Nach vier Minuten stand es bereits 5:0, auch eine frühe Auszeit half den Oberbayern nicht. In einer extrem einseitigen Partie hatte Friedberg absolut keine Schwierigkeiten, Zwischenstände von 7:1, 10:3 und 12:5 zeigten dies deutlich. Zur Pause stand es 21:8.

Trainer Mirko Pesic nutzte die Gelegenheit und wechselte munter durch. Am Spielverlauf änderte sich nichts, in dieser Aufstellung war Unterhaching kein echter Prüfstein. Über ein 31:12 und ein 40:16 gingen die Herzogstädter dem Einzug in die dritte Pokalrunde entgegen. Diesen stellten sie mit dem 44:19 (21:8) Erfolg sicher.

Trainer Mirko Pesic zog folgende Bilanz: „Gegen Haunstetten haben wir nach einem sehr guten Start etwas die Linie verloren. Gut 20 Minuten lang haben wir durch zu viele Ungenauigkeiten den Gegner im Spiel gehalten. Erst in der Schlussviertelstunde hat sich die Mannschaft gesteigert und konnte das Pokalderby letztlich ungefährdet gewinnen. Im Finale gegen Unterhaching haben wir viel richtig gemacht und von Beginn an dominiert. Gegen einen überforderten Gegner haben wir dann trotz der klaren Führung die Konzentration hoch gehalten und die Partie gut zu Ende geführt. Darum bin ich mit diesem langen Pokaltag zufrieden, wir haben das Turnier verdient gewonnen und eine Woche vor dem Start in die Saison wichtige Erkenntnisse sammeln können.“

 

Domenico Giannino (gia)

 

 

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