Der Tabellenführer aus Bayreuth wartet am Sonntag auf den TSV Friedberg. Ab 16.30 Uhr ist mit dem HaSpo aus Franken das letzte ungeschlagene Team der Bayernliga zu Gast.

Bayreuth hat zwar drei Minuspunkte, diese kamen aber nach Unentschieden zu Stande. Erster ist der HaSpo seit dem letzten Wochenende, nachdem er den bisherigen Spitzenreiter aus Landshut mit 30:21 nach Hause schickte.

Ein Markenzeichen der Franken ist die extrem offensive Abwehr. Die sehr weit vorne stehenden Defensivspieler wollen den Gegner früh unter Druck setzen und sollen die Konter der schnellen Mannschaft unterstützen.

Friedberg ist für den Sonntag wieder ersatzgeschwächt, kann aber auch auf einen überraschenden Rückkehrer bauen. Denn Andreas Dittiger, der nach einem Streit mit dem vorherigen Trainer dem TSV eigentlich bereits den Rücken gekehrt hatte, trainiert seit längerem noch gelegentlich mit und steht nun für den Sonntag im Kader. Das ist auch deswegen möglich, weil die Damenmannschaft aus München Laim, die er seit dem Start der Saison trainiert, bereits am Samstag ran muss.

Neu im Kader ist auch Martin Häselhoff, der Keeper der Zweiten, da Felix Dorsch beruflich verhindert ist. Aus privaten Gründen fehlt Stefan Tischinger, Flo Wiesner hat sich am letzten Wochenende bei der Zweiten verletzt und fällt ebenfalls aus. Zudem ist der Einsatz von Fabian Abstreiter weiter fraglich. Er hatte sich letzte Woche im Training verletzt und musste bei der Niederlage in Waldbüttelbrunn deswegen schon früh in der ersten Hälfte den Platz verlassen. Die personelle Situation macht den TSV für sein Heimspiel gegen das Spitzenteam sicherlich zum Außenseiter.

Das sieht auch Trainerin Christina Seidel so: „Bayreuth bereitet mit seiner offensiven Abwehr jedem Gegner große Probleme und ist als einziges Team in der Liga noch ungeschlagen. Wir werden derart ersatzgeschwächt einen schweren Stand haben. Ich freue mich aber sehr darüber, dass Andreas Dittiger zurückkehrt. Ihn kenne ich ja noch aus meiner Zeit als A – Jugendtrainerin in Friedberg. Mal schauen, wie wir uns gegen meinen alten Verein aus Bayreuth schlagen.“

 

Domenico Giannino