Bei Erlangen – Bruck gab es für die Friedberger Erste eine 29:35 (14:16) Niederlage. Lange gestalteten die Handballer die Begegnung beim Absteiger aus der 3. Liga offen, erst in der letzten Viertelstunde konnten die Franken richtig wegziehen.

Bei Erlangen – Bruck spielte der frühere Friedberger Claudio Schneck, der noch zu Drittligazeiten beim TSV aktiv war. Im ersten Durchgang sahen die Zuschauer in Erlangen ein Spiel auf Augenhöhe. Friedberg kam besser in die Partie, nachdem die Gäste den schnellen Spielmacher des Gegners, Phillipp Hirning, in eine kurze Deckung nahmen. Erlangen blieb aber über den durchsetzungsstarken Kreisläufer Schneck und den Halblinken Christopher Härtl immer gefährlich.

Zur Pause lag Friedberg jedoch nur knapp mit 14:16 hinten. In einer kampfbetonten ersten Hälfte hielt der TSV gut dagegen und lag nie mit mehr als zwei Toren zurück. Die letzte Gästeführung war aber das 6:5 aus Minute zehn, die Gastgeber hatten stets leichte Vorteile.

Diese sollten sich im Verlauf des zweiten Durchgangs erst langsam, dann aber immer schneller vergrößern. Das Tempo blieb nach der Pause hoch, und dies verleitete die Friedberger zu verfrühten Abschlüssen.

Nach dem 19:22 in der 40. Minute ging es darum dahin für den TSV. Vorne verloren die Gäste viel zu oft den Ball, die überhasteten Aktionen in der Offensive waren für die konterstarken Erlanger auch leicht zu verteidigen. Zudem fehlte es jetzt auch in der Abwehr gelegentlich an der Konzentration. Das Resultat von zehn schwachen Minuten war ein 22:28 Rückstand.

Mit diesen sechs Toren Differenz ging es dann auch in die Schlussphase. Obwohl sich Friedberg nie aufgab und immer wieder mit schönen Aktionen glänzen konnte, war dieser stark besetzte Gegner zu routiniert, um einen solchen Vorsprung noch aus der Hand zu geben. Mit dem 29:35 (14:16) Endresultat kehren die Friedberger Handballer ohne Zähler aus Franken zurück. Die zweite Niederlage in Folge, allerdings gegen den nächsten Drittliga- Absteiger, belässt sie in der Bayernliga auf Rang zehn.  

Trainerin Christina Seidel war enttäuscht: „Ich finde, dass wir etwas zu hoch verloren haben. Als die Beine schwerer wurden, haben wir zu passiv verteidigt. Zudem haben wir vorne zu hektisch agiert.“ Rückraumspieler Manuel Scholz ärgerte sich besonders über die zweite Hälfte: „Wir haben uns da von der Hektik anstecken lassen und viel zu viele einfache Fehler gemacht. Dann hat es uns an der Ruhe und auch an der Disziplin bei eigenem Ballbesitz gefehlt. Das darf uns einfach nicht passieren.“

 

Dorsch; v. Petersdorff; Okyere; Knittl (3); Szouszki (4); Tomic (4); Kaulitz (1); Wiesner; Riesenberger (3); Tischinger (3); Abstreiter (7/1); Scholz (3); Prechtl (1).

 

Domenico Giannino