Eine klare Niederlage gab es für die Friedberger Erste am Samstag beim schwäbischen Derby in Günzburg. Beim 24:29 (8:16) blieben die Handballer weit unter ihren Möglichkeiten.

Denn die Begegnung verlief sehr einseitig. Früh konnte sich der VfL in der gut besetzten Rebayhalle in Günzburg absetzen. Friedberg bekam die starke rechte Seite des Gegners nie in den Griff. Auch der Kreisläufer bereitete den Herzogstädtern enorme Probleme.

So ging es nach dem 2:4 in der siebten Minute nur noch in eine Richtung. Trainerin Christina Seidel nahm eine frühe Auszeit, doch auch diese Maßnahme konnte den frühen deutlichen Rückstand nicht verhindern. Das 3:10 nach einer Viertelstunde sprach eine deutliche Sprache.

Denn auch vorne lief es nicht für den TSV. Die Gäste hatten viele Torchancen, doch ihre Trefferquote war nicht gut genug. Zwischen Minute sieben und 19 gelang Friedberg nur ein Tor, ein ernüchternder 5:12 Rückstand war nach 21 Minuten bereits beinahe schon eine Vorentscheidung.

Manuel Scholz, der letzte Saison noch beim VfL gespielt hatte, versuchte als Spielmacher viel und war mit sechs Treffern mit Abstand bester Werfer seines Teams. Defensiv taten sich aber trotz der guten Arbeit von Stefan Tischinger zu oft zu große Lücken auf, zur Pause lag Friedberg bereits mit 8:16 hinten.   

Besser wurde es auch im zweiten Durchgang nicht. Rechtsaußen Tobias Müller sah früh eine rote Karte, nachdem er den Gegner bei dessen Wurfversuch von der Seite getroffen hatte. In 44. Minute lag der TSV mit 14:25 zurück.

Erst eine defensive Umstellung half der Mannschaft. Die doppelte Manndeckung gegen den Halbrechten und den Mitte, welche Friedberg jetzt spielte, machte den Günzburgern das Leben schwer. Somit konnten die Gäste noch auf 18:26 verkürzen.

In die Schlussphase gingen sie mit einem 20:29 Rückstand. Es spricht für die klaren Verhältnisse in diesem Derby, dass sich der VfL nun sogar noch fünf torlose Minuten leisten konnte, ohne dass der Sieg in Gefahr geriet. Friedberg verlor nach 60 ernüchternden Minuten mit 24:29 (8:16). Damit belegen die Handballer vor dem Heimspiel gegen den Letzten Rimpar 2 am nächsten Samstag den drittletzten Rang in der Bayernliga.

Trainerin Seidel war extrem unzufrieden mit dem Auftritt ihres Teams: „Heute hat bei uns gar nichts gepasst. Die Abwehr hatte keinen Zugriff, vorne haben wir sehr viel verworfen, zwar gegen einen starken Torwart, aber trotzdem muss man da mehr daraus machen. Kaum einmal hatten wir die starke rechte Seite des Gegners unter Kontrolle, auch den Kreis bekamen wir nicht in den Griff. Die katastrophale Wurfquote tat ihr übriges, so kann man in der Bayernliga gegen eine sehr starke Günzburger Mannschaft nicht bestehen.“

 

Dorsch; v. Petersdorff; Okyere; Knittl (1/1); Szouszki (3); Tomic (3); Kaulitz (3); Müller; Wiesner; Riesenberger (3); Tischinger (3); Abstreiter (2); Scholz (6); Prechtl.

 

Domenico Giannino