Die Friedberger Erste hat sich in Regensburg mit 23:22 (12:10) durchgesetzt. Damit verteidigen die Handballer ihren dritten Rang in der Bayernliga.

Beim Siebten hatten die Friedberger aber zunächst einige Probleme. Die SG Regensburg stieg in der letzten Saison als souveräner Meister der Landesliga Nord in die Bayernliga auf. Als einziger Aufsteiger haben die Oberpfälzer keine Probleme in der neuen Klasse und stehen kurz vor dem Ende der Hinrunde ungefährdet im Mittelfeld des Klassements. Zu Hause konnte die SG erst einmal bezwungen werden.

Friedberg bekam die Klasse der Hausherren ebenfalls zu spüren. Gegen den blendend aufgelegten Keeper konnten die Herzogstädter beispielsweise nur einen ihrer vier Siebenmeter verwandeln. Auch über den Kreis lief nicht viel zusammen. Nach 20 Minuten lag der TSV so mit 6:9 zurück.

Über die Abwehr und ihren blendend aufgelegten Keeper Benjamin von Petersdorff kämpfe sich Friedberg zurück. Das 7:10 neun Minuten vor der Pause war das letzte Gegentor im ersten Abschnitt. Friedberg drehte die Partie mit großem Selbstvertrauen und ging mit einer 12:10 Führung in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang blieben die Abwehrreihen auf beiden Seiten im Fokus. Offensiv lief es nicht immer rund für die Gäste, wieder erwies sich der Regensburger Torwart als unangenehmer Gegner. Stefan Tischinger war mit sieben Toren der erfolgreichste Friedberger an diesem Tag. Der TSV gewann die Partie aber dank der eigenen Abwehr, die weiterhin kaum zu überwinden war.

Auch die Verletzung von Linksaußen Alexander Schneider brachte den TSV nicht aus dem Konzept. Der Linksaußen war erst in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit von einer langen Zwangspause zurückgekehrt. In Regensburg musste er mit Knieproblemen das Spielfeld verlassen, es bleibt zu hoffen, dass er keine zu schwere Verletzung erlitten hat.

Friedberg führte im zweiten Durchgang nach dem 16:16 durchgehend. Bis auf 19:16 und 21:17 konnten sich die Gäste absetzen. In der Schlussphase kam Regensburg aber nochmals auf 22:21 und 23:22 heran. Mehrere Angriffe musste die Friedberger Defensive abwehren, um die knappe Führung zu behalten. Aber mit großem Einsatz schaffte sie es, die SG kam nie zum Ausgleich. Schließlich belohnte sich der TSV mit einem knappen, aber verdienten 23:22 (12:10) Erfolg für die kampfstarke Leistung.

Trainer Fadil Kqiku freute sich über den Auswärtssieg: „Die Mannschaft hat immer die Ruhe bewahrt und den Glauben an die eigene Stärke. Regensburg hat uns alles abverlangt, der Aufsteiger hat eine hervorragende Truppe. Der knappe Sieg für uns war aber letztlich souverän, dank unserer guten Abwehr und dem phantastisch haltenden von Petersdorff konnten wir uns durchsetzen.“

 

Dorsch; v. Petersdorff; Haggenmüller (4), Kaulitz; Müller (1); Okyere; Riesenberger (4); Tischinger (7); Dittiger (3); Abstreiter (2); Schneider (2/1); Prechtl.  

 

Domenico Giannino (gia)