Für den frisch gebackenen Pokalsieger TSV Friedberg haben die Feierlichkeiten schon wieder ein Ende, denn am Samstag kehrt der graue Ligaalltag zurück. Im vorletzten Spiel des Jahres sind die Handballer dann ab 19 Uhr in Regensburg gefordert.

Groß war die Freunde, als am vergangenen Sonntag der TSV Friedberg seinen Titel verteidigen konnte. Wie schon im vergangenen Jahr holten die Handballer den bayerischen Pokal, noch dazu im Finalderby gegen Haunstetten. Am Samstag aber muss sich Friedberg in der Bayernliga auf die Aufgabe beim Siebten aus Regensburg konzentrieren. Dabei fehlt den Herzogstädtern ein wichtiger Spieler.

Im letzten Heimspiel gegen Rimpar musste Kreisläufer Paul Thiel nach gut 20 Minuten mit Schulterproblemen das Spielfeld verlassen. Er verpasste dann deswegen auch das Pokalfinale. Mittlerweile ist die Diagnose da: Thiel wird mindestens zwei Monate ausfallen.

„Das ist natürlich ein bitterer Verlust“, ärgerte sich Trainer Fadil Kqiku. „Paul war seit Monaten in ausgezeichneter Form, er hat sowohl im Mittelblock als auch vorne am Kreis groß aufgespielt. Für die Offensive haben wir mit Daniel Okyere und Alexander Prechtl aber zwei gleichwertige Spieler. In der Abwehr müssen die Jungs als Kollektiv arbeiten, um diese große Lücke zu füllen.“

Personell gibt es aber auch gute Nachrichten. Torwart Benjamin von Petersdorff hat seine Grippe überwunden, er steht wieder im Kader. Auch Fabian Abstreiter ist wieder zurück, er verpasste das Pokalfinale wegen einer Reise in die USA.

Regensburg hat als Siebter bereits vier Niederlagen hinnehmen müssen. Aber die Oberpfälzer verloren diese Begegnungen stets nur sehr knapp und waren über weite Strecken auch gegen die Spitzenteams der Bayernliga ebenbürtig. Friedberg muss sich gegen dieses heimstarke Team sehr in Acht nehmen. Das sieht auch Coach Kqiku so: „Die Spieler müssen am Samstag alles in die Waagschale legen. Regensburg hat erst ein Heimspiel verloren, und das gegen den Zweiten Waldbüttelbrunn, eine absolute Topmannschaft. Wir werden bis an unsere Grenzen gehen müssen, um dort zu bestehen.“

 

Domenico Giannino (gia)