Mit einer Energieleistung bleiben die Friedberger Handballer weiter gut im Rennen um den zweiten Platz in der Bayernliga. Denn trotz eines lange Zeit deutlichen Rückstandes holten sie beim Tabellennachbarn aus Waldbüttelbrunn mit dem 27:27 (13:16) noch einen Zähler.

Da das Hinspiel in Friedberg ebenfalls unentschieden endete, die Unterfranken dort aber nur 24 Treffer schafften, bringen die 27 Auswärtstore dem TSV den besseren direkten Vergleich ein. Damit ist klar, dass Friedberg mit einem Heimsieg am letzten Spieltag gegen Günzburg den zweiten Platz in der Bayernliga sicher haben würde.

Aber lange sah es nicht nach einem guten Ende für den TSV aus. Die Anfangsphase verschliefen die Gäste komplett, ein 0:4 und ein 1:6 nach acht Minuten zeugten davon. In der gesamten ersten Hälfte funktionierte die sonst so starke Defensive der Herzogstädter überhaupt nicht. Es fehlte am rechtzeitigen Herausrücken, an der Koordination mit dem Keeper und auch untereinander. So hatte Waldbüttelbrunn stets Vorteile und war bei Zwischenständen von 10:5 und 15:10 klar besser. Erst mit einer Energieleistung in den Schlussminuten konnten die Gäste von 11:16 auf den 13:16 Pausenstand verkürzen.

Die Friedberger Vorstellung veränderte sich aber im zweiten Durchgang drastisch zum Besseren. Jetzt stand nämlich die Defensive in der gewohnten 6 – 0 – Formation wieder bombensicher, die Hausherren taten sich enorm schwer. Beim 18:17 waren sie das letzte Mal vorne, Mitte der zweiten Hälfte hatte Friedberg jedoch die Partie gedreht und war nun seinerseits mit dem 22:19 etwas davongezogen.

Die Partie des Zweiten gegen den Dritten blieb auf sehr hohem Niveau. Waldbüttelbrunn fand nach und nach bessere Lösungen gegen die Abwehr, außerdem erschwerten jetzt mehrfache Manndeckungen den Friedberger Angreifern den Torerfolg. Die Unterfranken kamen erneut zum Ausgleich und hatten in den letzten Sekunden sogar noch die Chance auf den Sieg. Thiel hatte 16 Sekunden vor dem Ende ausgeglichen, Friedberg ließ danach seinen Gegner aber nicht mehr in eine gefährliche Abschlussposition kommen. Somit endete das vorletzte Saisonspiel für den TSV mit 27:27 (13:16).

Trainer Mirko Pesic freute sich über die deutliche Steigerung: „Lange haben wir uns gegen einen starken Gegner schwergetan, vor allem die Abwehr hat dabei nicht funktioniert. 16 Gegentore in der ersten Hälfte sind kein Wert, der uns zufriedenstellen kann. Danach sind wir aber viel besser aufgetreten, Mitte der zweiten Hälfte sah es fast so aus, als könnten wir uns entscheidend absetzen. Dazu hat es dann zwar nicht gereicht, aber der Punkt ist ein gutes Ergebnis, das sich die gesamte Mannschaft durch ihre Kampfstärke auch redlich verdient hat.“

 V. Petersdorff; Kraus; Okyere (2); Haggenmüller (3); Thiel (3); Augner (8/8); Loris (1); Wilken; T. Müller; Dittiger (6); Abstreiter (3); A. Schneider (1).

 

Domenico Giannino (gia)