Zum Ende der Hinrunde wartet auf die Friedberger Erste ein echter Kracher: Am Sonntag ab 16.30 Uhr treffen sie im schwäbischen Derby auf den VfL Günzburg. Dann werden sie in beim Dritten der Bayernliga auf Herz und Nieren geprüft.

Diese Aufgabe müssen sie aber ohne Peter Haggenmüller angehen. Der Friedberger hat sich im letzten Spiel gegen Waldbüttelbrunn verletzt, und die Diagnose lässt eine lange Ausfallzeit befürchten. Haggenmüller hat sich nämlich die Hand gebrochen und musste operiert werden. Die günstigste Prognose für seine Rückkehr lautet auf einen Termin früh im März.

Der andere Verletzte aus dem Dezember wird aber für das Derby in den Kader zurückkehren. Fabian Abstreiter konnte ohne Beschwerden trainieren, seine Knieprobleme sind also überwunden. Auch Thomas Wagenpfeil, der im letzten Monat mit Schulterschmerzen eine Woche ohne Training bleiben musste, ist wieder fit. Der Ausfall von Haggenmüller jedoch trifft die Mannschaft, die sich schon länger mit Verletzungen herumplagen muss, hart.

Günzburg spielt mittlerweile sein zweites Jahr in der Bayernliga. Der frühere Bundesligist musste in der letzten Saison auf Schützenhilfe aus der Dritten Liga vertrauen, um nicht direkt wieder abzusteigen. Diese haben die Handballer aber gut genutzt, der VfL steht einen Spieltag vor dem Ende der Hinrunde auf dem dritten Rang. Die Entwicklung der jungen Mannschaft, die vor der Saison gezielt verstärkt wurde, weist klar nach oben. Schon jetzt, nicht einmal bei Halbzeit der Bayernliga, hat der VfL mehr Punkte gesammelt als in der gesamten letzten Saison.

Friedberg wird also an seine Grenzen gehen müssen, um in der Rebayhalle bestehen zu können. Trainer Mirko Pesic hofft auf einen guten Start ins neue Jahr: „Zuletzt waren unsere Auftritte eher wechselhaft. Gegen Günzburg müssen wir aber taktisch und mental ein perfektes Spiel hinlegen. Diese Mannschaft steht nicht umsonst so weit oben und hat viele Fans, die für eine tolle Atmosphäre sorgen. Wir gehen ersatzgeschwächt in das Derby, wollen uns aber dennoch gut präsentieren und eine gute Partie abliefern.“

Domenico Giannino (gia)