Auswärts läuft es einfach nicht für die Friedberger Handballer in den letzten Wochen. In Anzing gab es für den TSV am Donnerstag eine 21:26 (8:12) Niederlage.

Wie schon bei den Pleiten in Lohr und Ottobeuren hatten die Herzogstädter dabei große Probleme im Angriff. Wieder führten sie nach wenigen Minuten, diesmal mit 3:0, wieder gelang ihnen danach offensiv sehr wenig. Nur die Anfangsphase sah eine Herzogstädter Mannschaft, die wie ein Spitzenteam auftrat. Sicher im Angriff, stark in der Abwehr, der TSV zeigte hier kurzzeitig sein volles Potential.

Aber in der nächsten Viertelstunde traf Friedberg genau einmal, und zwar per Siebenmeter. Die Gäste lagen somit bereits früh mit 4:7 hinten. Jetzt schlichen sich Nervosität und Hektik in das Spiel der Gäste ein.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte verhinderte die Offensivschwäche eine Wende. Friedberg vergab drei Siebenmeter und weitere Großchancen. Nur nach 20 Minuten kam kurz Hoffnung auf beim TSV, als zwei schnelle Treffer den Anschluss zum 7:8 brachten. Doch bis zur Pause gelang Friedberg dann nur noch ein weiteres Tor, Anzing ging so mit einem 12:8 Vorsprung in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff änderte sich wenig am Spielverlauf. Friedberg fand weiterhin offensiv nicht zu seiner Ordnung. Die Sicherheit bei den Abschlüssen war immer noch nicht präsent. Nach 40 Minuten hatte sich Anzing bereits auf 18:11 abgesetzt.

Erst jetzt verbesserte der Friedberger Auftritt. Bis zehn Minuten vor dem Ende kam der TSV so auf 17:20 heran. Die Abwehr, welche das gesamte Spiel über gut arbeitete, hielt fast jede Gefahr vom eigenen Tor fern. Was an diesem Tag mit einer konzentrierten Vorstellung im Angriff möglich gewesen wäre, zeigte Friedberg in dieser Phase. Doch für eine Fortsetzung der Aufholjagd fehlte der ersatzgeschwächten Mannschaft schließlich die Kraft.

Anzing fing sich und konnte sich nach dem kurzen Friedberger Aufbäumen stabilisieren. Nach dem 18:21 entscheiden die Gastgeber die Partie mit einem Zwischenspurt, ihr Heimsieg stand mit dem 19:25 drei Minuten vor Schluss fest. Die Punkte blieben damit nach dem Endstand von 21:26 (8:12) bei den Oberbayern.

Trainer Mirko Pesic zog folgende Bilanz: „In Anzing gab es eine Wiederholung unserer schwachen Auftritte in Lohr und Ottobeuren. Es ist uns nicht gelungen, vor dem gegnerischen Tor konsequent zu sein. Wieder vergaben wir zahlreiche Großchancen und wieder haben wir uns eigentlich selbst besiegt. So konnten wir unsere gute Vorstellung aus dem letzten Heimspiel nicht bestätigen. In dieser Saison treten wir sehr wechselhaft auf, vor allem auswärts können wir leider oft nicht unser volles Potential abrufen.“

 

V. Petersdorff; Kraus; Okyere (1); Haggenmüller (4/2); Wagenpfeil (2); Thiel (2); Schnitzlein (1); Augner (3); Loris; Wiesner; M. Schneider; Dittiger (1); Abstreiter (7/1).

 

Domenico Giannino (gia)