Zur besten Sonntagnachmittags-Couch-Zeit machten sich 14 tau- und zum Teil sogar frische Herren der Linie 4 auf zum Stelldichein beim Tabellenführer der Bezirksklasse Ost.


Die Vorbereitung der Linie 4 auf diesen Classico an der Schillstrasse verlief derart konzentriert, dass neben den Spielerpässen auch nicht an einen Ausweich-Trikotsatz gedacht wurde und somit vor Spielbeginn eine Lösung zu suchen war. Glücklicherweise machte sich die Mammutbetreuerin, ihres Zeichens aktives Mitohneglied im PiTü-Club, sofort auf den Weg, um die fehlenden Sachen nachzureichen.
Die Halle füllte sich und die Linie 4 spulte ihr gewohnt intensives Aufwärtsprogramm routiniert und mit der nötigen Ruhe ab. Zum Anpfiff musste „La Mannschaft“ jedoch in Leibchen auflaufen, wobei derer sechs größentechnisch keine Probleme darstellten. Das siebte allerdings wirkte an dem einen oder anderen Astralkörper eher BH-, denn Trikot-like… [Anm. d. Red.: Namen wurden an dieser Stelle gestrichen.]

Das Aufwärmprogramm war anscheinend diesmal fast zu intensiv, denn die Herren der Linie gerieten mit 1:0 in Rückstand. Die Datschiburger, durch Trainerfuchs Andi Kastner auf den Punkt perfekt eingestellt, wähnten sich wohl schon etwas zu früh in Sicherheit, denn die Friedberger konnten egalisieren und ihrerseits die Führung übernehmen. Eventuell waren die TSG-Jungs auch irritiert ob der „Jugend“, die diesmal auf Friedberger Seite auf dem Platz stand, denn mit T.H. aus L., Chris Webber, Schmiddi, Kax Mappler, Andi Kahnt (kurz vor Schließen des Transferfensters zum Anheizen des Konkurrenzkampfes im Tor aus einer Handballhochburg im Münchner Norden verpflichtet), Mirko S., und Katsche Freiding standen gleich sieben Spieler der alten Riege NICHT (!!!) in der Anfangsformation.

Es entwickelte sich ein munteres Auf- und Ab, wobei die Herren der Linie 4 bis zur 15. Minute einen Drei-Tore-Vorsprung herausspielen konnten. Ab Minute 15 kamen auch die erfahreneren Spieler als Ersatz für die Jugend aufs Feld und Tommes H. konnte direkt zum 7:3 für FDB einnetzen.
Bis zu diesem Zeitpunkt konnte das Mammut im Friedberger Tor bereits zwei Siebenmeter entschärfen – das stolze Tier sollte bis zum Schluss die Oberhand bei den Siebenmetern behalten und kassierte nur ein Tor bei fünf Versuchen. Eine bemerkenswerte Leistung.
(Die Siebenmeterquote war an diesem Tag ein Schwachpunkt bei beiden Teams, wobei die Friedberger immerhin drei von sechs verwandeln konnten.)
Ebenso bemerkenswert: die eingesprungene Mammut-Frühlingsrolle beim Versuch, den Ball zum Abwurf zu rette: die nette Dame am TSG-Kuchenbuffet dürfte dabei größte Angst gehabt haben, denn Manni schlitterte nur um Haaresbreite an eben selbigem vorbei. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn er im Büffet gelandet wäre… Ohne weitere Umwege und ohne ein Stück Kuchen mitzunehmen fand er jedoch selbstständig den Weg in seinen Kasten zurück und sperrte ab diesem Zeitpunkt das Tor nahezu komplett ab.
In den letzten Spielminuten räumte das Mammut seinen Platz für Debütant Andi Kahnt, der die First-Lady, Herrn Böhm sen., glänzend vertreten konnte.

In Minute 22 konnte die Linie 4 erstmals mit 5 Toren in Führung gehen (10:5), was sich aber bis zum Seitenwechsel auf einen 3-Tore-Vorsprung relativierte. Beim Stand von 12:9 wurde zum wohlverdienten –  und für manchen dringend nötigen – Pausentee gebeten.
Foodcoach Chris Webber hatte eine reichhaltige Kollektion penibelst ausgesuchter Mineralgetränke dabei und das Trainerteam fand die richtigen Worte, um die Motivation Herren der Linie 4 hochzuhalten. So blieb der in der Vergangenheit oftmals zu beobachtende Einbruch nach der Halbzeitpause diesmal glücklicherweise aus und Friedberg konnte den Vorsprung kontinuierlich ausbauen.


Obwohl im Schnitt halb so alt wie die Herren der Linie, konnten die TSG’ler ihre Waffe „Tempogegenstoß“ nicht wie geplant einsetzen, da entweder die Linie 4 mit Tor abschloss, oder aber Katsche als Stopper agierte. Leider werteten die ansonsten sehr gut leitenden Dillinger Schiedsrichter einen Stoppversuch von Katsche als zu forsch und stellten ihn in Minute 46 mit glatt Rot vom Platz. Konditionswunder Schwenni Bair zeigte anschließend sein Können und erzielte drei seiner fünf Tore in den folgenden letzten 15 Minuten. Der ansonsten eher für robuste Aktionen am Kreis bekannte Luder Benne agierte in Hälfte zwei sogar als Flügelflitzer und verwandelte einen Tempogegenstoß mit routiniertem Händchen.
Neben Luder Benne standen im Übrigen teilweise gleich drei Luder im Friedberger Team, wodurch der Gegner erfolgreich irritiert werden konnte.
Selbst TSG-Trainerfuchs Andi K. wusste die Niederlage nicht mehr zu verhindern und so steuerte die Linie 4 über 16:12 und 21:15 einem letztlich ungefährdeten 25:19 Sieg entgegen.

Das Spiel war über die gesamten 60 Minuten sehr fair, was sich in lediglich jeweils 3 Zeitstrafen auf beiden Seiten zeigte und somit konnte nach Abpfiff gemeinsam und freundschaftlich bei einem Getränk das Spiel nochmals nachbetrachtet werden.
Die Linie 4 bedankt sich an dieser Stelle nochmals in aller Form bei Mammut-Betreuerin Krisztina, bei der TSG für die Überlassung der Leibchen, sowie bei den zahlreich mitgereisten Fans für die tolle Unterstützung.

Das nächste Spiel findet statt am 11.11.2017 um 14h in der TSV-Halle zu Friedberg gegen Göggingen II. Auch hier freut sich die ungeschlagene Linie IV wieder auf zahlreiche Unterstützung und weist darauf hin, dass bei ihr noch kein Fan unterhopft bzw. verdurstet ist.

 

Es spielten:

  • Tor: Manni, die eingesprungene Frühlingsrolle, und Andi Kahnt
  • Feld: Grüni, Max (5/3), Chris Webber, Mirko S. (2), Luder Machete, Flo W. (2), Jo Luder, Schwenni Bair (5), Luder Benne (3), Katsche (3), Schmiddi (2), Tommes H. (3)