Die Friedberger Zweite hat sich mit 32:30 (14:16) in Ichenhausen durchgesetzt. In einer umkämpften Begegnung hatten die Handballer in der Schlussphase die besseren Nerven.

Am zweiten Spieltag der Bezirksoberliga musste der TSV am Feiertag ran. Nach dem Remis im Derby gegen Kissing sollte jetzt der erste Sieg her.

Aber Friedberg tat sich schwer. Ab der zehnten Minute agierte der TSV defensiv zu harmlos, zudem bekam man den starken Linkaußen der Gastgeber nie in den Griff. Tobias Hornung sollte für seine Ichenhausener gleich elfmal treffen. Friedberg war zudem vor dem Tor zu unkonzentriert. Wie schon im Derby gegen Kissing ließen die Herzogstädter zu viele gute Chancen liegen. Das Resultat war ein 5:9 Rückstand nach einer Viertelstunde.

Doch jetzt konnten die Gäste das Spiel offener gestalten. Spielmacher Jonathan Dorsch und der wurfstarke Mitte Misel Hrgic waren in dieser Phase Torgaranten. Mit sieben Treffern sollte Hrgic an diesem Abend der beste Werfer seines Teams werden. Friedberg schaffte den 12:12 Ausgleich, musste aber nach dem 14:14 doch mit einem knappen 14:16 Rückstand in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang blieb die Partie spannend, kein Team konnte sich absetzen. Friedbergs Abwehr zeigte oft nicht genug Aggressivität und es fehlte an den Absprachen, so dass Ichenhausen oft zum Torerfolg kam. Aber auch die Friedberger Offensive lief rund und erspielte sich viele gute Möglichkeiten.

Fünf Minuten vor dem Ende nahm Ichenhausen beim Stand von 28:28 eine Auszeit. Aber es waren die Friedberger, die gestärkt aus der kurzen Pause zurückkamen. Vier schnelle Tore in dieser Phase brachten ihnen ein vorentscheidendes 32:29 ein.

Schließlich feierte die Friedberger Zweite mit dem 32:30 (14:16) den ersten Sieg im zweiten Spiel in der Bezirksoberliga. Da die Mannschaft ein Spiel mehr absolviert hat als zehn andere Teams in der Liga, steht sie zwischenzeitlich auf Platz eins.

 

Häselhoff; Zull; Bernhard (6); Hrgic (7/1); Atzkern (2); Wydra (2); Reissner (1); Wiesner (3); Link (2); J. Dorsch (5); Jehle (1); Schmid (2); Schiechtl (1).

 

Domenico Giannino