Die Friedberger Zweite hat am Samstag im Rückspiel der Relegation bei der HSV Hochfranken den Klassenerhalt verpasst. Beim 21:33 (7:19) brachte den Handballern auch der Heimsieg am Donnerstag keine Sicherheit.

Mit einem 20:16 aus dem Hinspiel reisten die Friedberger nach Selb, um dort das alles entscheidende Spiel um den Klassenerhalt zu bestreiten. Die HSV Hochfranken, der Elfte der Landesliga Nord, musste zu Hause diesen Viertore – Rückstand aus dem Hinspiel aufholen, um nicht abzusteigen. Drei Minuten lang machte der TSV einen guten Eindruck, der Lohn war eine frühe 2:0 Führung.

Der darauffolgende Zusammenbruch machte jedoch die harte Arbeit eines ganzen Jahres zunichte. Offensiv hatte sich Hochfranken im Hinspiel am Donnerstag nicht gerade mit Ruhm bekleckert, ganze fünf Treffer waren den Gastgebern damals in 40 Minuten Spielzeit gelungen. Doch davon war am Samstag nichts zu bemerken, denn in der Folge traf Hochfranken gegen abwesende Friedberger quasi nach Belieben. Der TSV war in diesen entscheidenden Minuten der Saison vollkommen von der Rolle, offensiv gelang fast nichts, defensiv waren die Handballer nicht präsent.

Zwischenstände von 2:7 und 5:10 brachten die Gäste schon nach einer Viertelstunde ins Hintertreffen. Ihre Antwort war nicht existent, im Gegenteil. Friedbergs Zweite verspielte den Klassenerhalt eigentlich schon in den ersten 30 Minuten. Nach dem 7:19 zur Pause mussten die Herzogstädter nämlich bereits acht Treffer aufholen, um die Wende doch noch zu schaffen.

Dieser Aufgabe zeigte sich die verunsicherte Mannschaft nicht gewachsen. Zwar kam nach dem 10:23 noch ein kurzes Aufbäumen, aber spätestens mit dem 18:27 zehn Minuten vor dem Ende war klar, dass die Friedberger Zweite den Klassenerhalt in der Landesliga nicht mehr erreichen konnte. Mit dem klaren 21:33 (7:19) Endstand jubelte schließlich die HSV Hochfranken, sie hält die Klasse. Friedbergs Zweite steigt dagegen in die Bezirksoberliga ab.

Trainer Gerald Schwarz will dort den Neuanfang starten: „Verloren haben wir das Spiel, weil wir anfangs überhaupt nicht mit dem Harzverbot zurechtgekommen sind und darum technische Fehler in Serie produziert haben. So wuchs unser Rückstand immer weiter an, da war es schwer, nochmals zurückzukommen. Meine Mannschaft trat nach der Pause viel besser auf und kämpfte sich noch etwas heran, gereicht hat es aber leider nicht. Wir alle sind sehr enttäuscht, jetzt werden wir eine Klasse tiefer neu angreifen.“

 

F. Dorsch; Ma. Kraus; Müller (2); Wiesner (1); Koch; J. Dorsch (2); Fuchs (7/3); M. Kraus; Schiechtl (1); Egidy; Apel (3); Prechtl (5).

 

Domenico Giannino (gia)