Die Friedberger Zweite geht mit einer guten Ausgangsposition in ihr Rückspiel in der Relegation. Nach dem 20:16 (9:7) Heimsieg gegen den HSV Hochfranken können sich die Handballer immer noch gute Hoffnungen machen auf den erfolgreichen Klassenerhalt in der Landesliga.

Nur in den ersten acht Minuten hatte der TSV Probleme mit der unorthodoxen Spielweise der Franken. Zu diesem Zeitpunkt ließ ein 1:5 Rückstand Schlimmes erahnen, aber Trainer Gerald Schwarz brachte seine Mannschaft mit einer frühen Auszeit zurück in die Erfolgsspur. Danach hatte sie sich viel besser auf die Gäste eingestellt und kassierte bis zur Pause kaum noch Gegentreffer. Das lag auch an der Ungefährlichkeit von Hochfranken aus der Distanz.

Darum versuchten die Gäste fast ausschließlich, mit Kreisanspielen zum Torerfolg zu kommen. Nach der wackligen Anfangsphase hatte sich der TSV aber gut darauf eingestellt. Jetzt kam der TSV auch wegen des stark haltenden Felix Dorsch kaum einmal in Gefahr, Friedberg kassierte nach der Auszeit nur noch zwei weitere Treffer. Mit etwas mehr Konsequenz vor dem Tor wäre denn auch eine höhere Pausenführung drin gewesen als das 9:7. Aber gleich fünf vergebene Großchancen in der ersten Hälfte verhinderten dies.

Auch im zweiten Durchgang waren die Gäste offensiv sehr harmlos gegen die gut arbeitende 6 – 0 – Deckung von Friedberg. Hatte Hochfranken acht Minuten gebraucht für seine ersten fünf Treffer, so sollte es ganze 40 dauern für die nächsten fünf. Das 17:10 fiel erst in der 48. Minute.

Lange Zeit hatte Friedberg darum alles im Griff, auch wenn bei eigenem Ballbesitz nicht alles klappte. Am gefährlichsten waren Andreas Müller und Tobias Fuchs, beiden gelang es auch wiederholt, ihre Mitspieler gut in Szene zu setzen.  

Friedberg war bis zum 18:11 klar besser, doch in den letzten Minuten der Begegnung fingen die Herzogstädter an, langsam nervös zu werden. Ballverluste und Fehlwürfe ließen den Vorsprung wieder schmilzen. Zwar ging der TSV nach dem 20:15 mit Ballbesitz in die letzten 30 Sekunden, doch ein unnötiger Abschluss aus einem schlechten Winkel brachte die HSV nochmals in den Angriff. Deren letzter Verzweiflungswurf aus 15 Metern landete mit der Schlusssirene dann noch im Friedberger Kasten.

Somit können sich die Herzogstädter zwar über den 20:16 (9:7) Erfolg im Hinspiel freuen, müssen sich aber vorwerfen lassen, dass sie mit keinem höheren Vorsprung in das Rückspiel gehen werden. Lange haben sie den offensiv harmlosen Gegner dominiert, dabei aber zu wenig aus ihren guten Chancen gemacht.

Das sah auch Trainer Gerald Schwarz so: „Defensiv können wir uns wenig vorwerfen, wir haben nur 16 Tore zugelassen. Aber vorne haben wir zu viel liegen gelassen, unser Sieg hätte darum höher ausfallen können. In das Rückspiel gehen wir mit besseren Kenntnissen über unseren Gegner, dann müssen wir aber im Angriff ruhiger und konzentrierter spielen.“

 

Dorsch; Ma. Kraus; Müller (2); Loris (6/3); Hartl (1); Wiesner (1); Lang (1); Koch (2); Fuchs (5/2); M. Kraus; Schiechtl; Egidy; Apel; Prechtl (2).

 

Domenico Giannino (gia)