Für die Friedberger Zweite wird die Lage nach der 30:31 (14:15) Heimniederlage gegen Niederraunau langsam bedrohlich. Drei Spieltage vor Schluss der Landesliga belegen die Handballer jetzt einen Abstiegsplatz.

Im Duell gegen den Tabellennachbarn starteten die Herzogstädter schlecht. Die 6 – 0 – Formation hatte überhaupt keinen Zugriff auf den Rückraum der Gäste, auch über die Außen kassierten sie zu viele leichte Treffer. Darum stellte Trainer Gerald Schwarz nach elf Minuten und einem 6:8 Rückstand auf einen Vorgezogenen um. Mit dem 5 – 1 – System hatte Niederraunau in der Folge weitaus mehr Probleme, der TSV erzwang jetzt einige Ballverluste und glich nach 20 Minuten zum 12:12 aus.

In dieser Phase wäre sogar noch mehr drin gewesen für Friedberg. Aber die Gastgeber konnten gleich vier freie Würfe vom Kreis und zwei Siebenmeter nicht verwerten. So gerieten sie wieder mit 12:15 in Rückstand, bis zur Pause hatte sich der zumindest kämpferisch starke TSV aber auf 14:15 herangearbeitet.

Im zweiten Durchgang wurde das Duell gegen die Schwaben dann zu einer spannenden Partie, in der Friedberg lange leichte Vorteile hatte. Defensiv klappte nicht immer alles, aber der agile Tobias Fuchs und seine Mitspieler konnten dafür auch die Abwehr von Niederraunau viel regelmäßiger überwinden.

Beim Stand von 25:24 traf Fuchs per Sprungwurf in den Winkel, aber die Schiedsrichter erkannten den Treffer ab, da der Friedberger beim Wurf gefoult wurde. Zwar kassierte der Übeltäter eine Zeitstrafe, aber das verweigerte Tor brachte Friedberg für ein paar Minuten komplett aus dem Konzept. Trotz der Überzahl kassierte der TSV so zwei Gegentreffer und lag zehn Minuten vor dem Ende mit 25:26 hinten.

In der Schlussphase machten die Herzogstädter dann zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Gleich viermal kam ein Friedberger frei aus sechs Metern zum Abschluss, aber ein Tor resultierte nicht aus diesen Großchancen.

So kam es zwei Minuten vor dem Ende zur Wende: Niederraunau traf von Außen aus extrem spitzen Winkel zum 28:30, der TSV schaffte schließlich nur noch den Anschluss zum 30:31. In den verbleidenden vier Sekunden konnte Friedberg nicht mehr in Ballbesitz kommen. Somit endete die Begegnung mit einer unglücklichen 30:31 (14:15) Niederlage.

Trainer Gerald Schwarz war extrem enttäuscht: „Das darf uns einfach nicht passieren. Wir machen immer wieder die gleichen Fehler, in den entscheidenden Situationen kurz vor Schluss fehlt uns zu oft die Ruhe vor dem Tor. Diese schmerzhafte Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben, wir hatten genug Chancen für einen Sieg, nutzten diese dann aber nicht konsequent genug aus. Damit stehen wir in den letzten drei Spielen unter Zugzwang, jetzt helfen nur noch Siege weiter.“

F. Dorsch; M. Kraus; Handelshauser; Müller (4); Loris (5); Hartl (4); Lang (2); Koch; J. Dorsch; Fuchs (10/2); Ma. Kraus (1); Schiechtl (1); Egidy; Prechtl (3).

 

Domenico Giannino (gia)